Fallstudie

DS IBE – White-label Buchungssystem

DS Destination Solutions bietet Vermietungsagenturen und Destinationsmarketing-Organisationen eine Whitelabel-Buchungsmaschine (Internet Booking Engine) an. Das bisherige Produkt war optisch etwas in die Jahre gekommen und nicht mehr optimal auf die Geräte abgestimmt, die Reisende heute tatsächlich nutzen.

Produktdesign Responsive Webdesign SaaS

Das Briefing

DS Destination Solutions bietet seinen Kunden eine Internet Booking Engine (IBE) an: Vermietungsagenturen und Destinationsmarketing-Organisationen, können so ein individuelles Buchungsportal direkt in ihre eigene Website integrieren. Reisende nutzen diese, um Unterkünfte zu durchstöbern und Buchungen abzuschließen, ohne jemals die Website der Agentur zu verlassen.

Die bestehende IBE sah optisch veraltet aus und war nie richtig für mobile Geräte optimiert worden. Angesichts steigender Kundenerwartungen und eines wachsenden mobilen Traffics benötigte DS ein komplettes Redesign und eine Neuimplementierung. Kein Flicken, sondern ein kompletter Neuaufbau von Grund auf.

Das Ziel war ein modernes, flexibles Whitelabel-System: ein einziges Produkt, das für jeden Kunden mit dessen eigenen Farben, Schriftarten und Logos anpassbar ist. Alles andere bleibt bei allen Instanzen konsistent. Diese Einschränkung macht ein Whitelabel skalierbar. Sie macht das Designen eines solchen Systems aber auch deutlich schwieriger, als wenn man für einen einzelnen Kunden entwickelt.

Der Ansatz

Ich habe mit Nutzerinterviews mit Immobilienverwaltern und Mitarbeitern von Destinationsmarketing-Organisationen begonnen. Eine Erkenntnis hat die Informationsarchitektur des gesamten Produkts ganz besonders geprägt.

Die Immobilien-Hierarchie war nicht nutzerfreundlich. Die alte Buchungsmaschine (IBE) verlangte von Reisenden, sich erst durch eine übergeordnete Immobilie zu klicken, um zu einer buchbaren Einheit zu gelangen. Wir haben das kontextabhängig gelöst: Wenn eine Immobilie nur eine buchbare Einheit hat, zeigen wir diese direkt an. Wenn sie mehrere Einheiten hat, zeigen wir zuerst die Immobilie. So gelangt der Reisende immer mit so wenig Schritten wie möglich genau zu den Infos, die er braucht.

Diese Entscheidung klingt simpel. Sie erforderte es jedoch, jede denkbare Kombination von Immobilienstrukturen im gesamten Kundenstamm von DS durchzugehen, um sicherzustellen, dass das Konzept aufgeht – und wir mussten uns gegen den Impuls wehren, das Ganze mit einer starren Standardregel zu lösen.

Der Mobile-First-Ansatz ergab sich direkt aus der Recherche. Reisende suchen und buchen auf dem Smartphone. Jede Entscheidung über Hierarchien, Klickflächen und Informationsdichte musste zuerst auf dem kleinsten Bildschirm funktionieren, bevor alles andere an der Reihe war. Das Tablet-Layout wurde dann vom Mobile-Design abgeleitet. Ein weiterer Designer hat sich parallel um die Desktop-Version gekümmert und dabei die Mobile- und Tablet-Designs als Fundament genutzt.

Die Arbeit

Das fertige System ist ein einziges, flexibles Produkt, das sich ohne strukturelle Änderungen an die Marke jedes Kunden anpasst. Farben, Schriftarten, Logos und Abrundung der Ecken können im Design flexibel angepasst werden. Das Interaktionsmodell, die Informationsarchitektur und die Komponentenstruktur sind bei allen Implementierungen identisch.

Suche und Verfügbarkeit: Der Einstiegspunkt für den Buchungsablauf wurde neu gestaltet, um die Verfügbarkeit klarer darzustellen und die Zeit zwischen der ersten Interaktion eines Reisenden und der Anzeige relevanter Ergebnisse zu verkürzen. Die Filter- und Datumsauswahl wurden komplett für die Touch-Nutzung optimiert.

Immobilien- und Wohneinheiten-Anzeige: Die oben beschriebene kontextuelle Hierarchie-Logik wird in allen Übersichts- und Detailansichten angewendet. Immobilien mit nur einer Einheit zeigen diese direkt an. Immobilien mit mehreren Einheiten zeigen zuerst die Übersicht der Immobilie, mit einem klaren Weg zu den einzelnen Einheiten darunter.

Buchungsablauf: Der gesamte Ablauf von der Unterkunftsauswahl bis zur Bestätigung wurde für Mobilgeräte und Tablets neu gestaltet. Jeder Schritt wurde auf das reduziert, was Reisende in diesem Moment wirklich brauchen.

Von Wireframes zur produktionsreifen UI: Der Prozess reichte von der Recherche über Low-Fidelity-Wireframes bis hin zu den finalen Figma-Designs für die Implementierung – mit einer klaren Komponentenlogik, die bei der Einführung des Systems für weitere Kunden einfach erweitert werden kann.

Das Ergebnis

Eine moderne, Mobile-First-Whitelabel-Buchungsmaschine, die ein veraltetes Produkt ablöst, das für die Geräte, die Menschen tatsächlich zum Suchen und Buchen nutzen, nicht mehr zeitgemäß war.

Als ich im Juli 2025 von DS Destination Solutions ging, liefen bereits über 300 Live-IBEs auf dem neuen System – der vollständige Rollout auf den gesamten Kundenstamm war noch im Gange. Bei jeder Bereitstellung läuft dasselbe zugrundeliegende Produkt, individuell für den jeweiligen Kunden angepasst.

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Suchst du nach einer Designerin, die sich in komplexen Produktsystemen zurechtfindet und Ergebnisse liefert, die auch im großen Maßstab Bestand haben?

Finde eine Zeit zum gemeinsamen Austausch.

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Ines Siebrecht UX-/UI-Design

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